Staatsarchiv Kanton Basel-Landschaft
Liestal, Schweiz

Durch den Standort des bestehenden Staatsarchivs inmitten von kleinen und grösseren Wohnungsbauten, abgeschnitten von der Stadtmitte durch die Bahntrasse, kommt der öffentliche Charakter der Institution kaum zum Ausdruck. Die Forderung nach einer Verdoppelung des Raumprogramms an diesem Ort verstanden wir als Chance, um das bestehende Gebäude in eine kräftige und selbstbewusste Form zu überführen.
Obwohl im Wettbewerbsprogramm explizit ausgeschlossen, schlugen wir eine Aufstockung des Archivtraktes vor. Das Raumprogramm wird dadurch neu nicht mehr horizontal, sondern vertikal organisiert. Durch die Anordnung des öffentlichen Bereichs im zweiten Obergeschoss wird der Besucherbereich aus der Enge der Topografie herausgehoben. Über den Bahndamm hinweg tritt er als gläserne Attika mit dem gegenüberliegenden Stadtteil von Liestal in Beziehung. Gleichzeitig gelingt es, das Volumen möglichst kompakt zu halten. Alt- und Neubau verschmelzen zu einem Baukörper.
Die Fassade der Archive erhält auf der äussersten Ebene ein Efeu- Kleid und wird zum «weichen» Sockelgeschoss, auf dem die klar geschnittene Attika sitzt. Die Fassadenbegrünung erfüllt bauphysikalische Aufgaben wie Schlagregenschutz und Klimaausgleich. Daneben signalisiert die Bepflanzung die spezielle Funktion des Gebäudes und verbindet es durch seine organische Weichheit mit dem kleinteiligen, grünen Standort.
Projekttitel: Staatsarchiv Kanton Basel-Landschaft
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
EM2N Mathias Müller Daniel Niggli Architekten AG ETH SIA BSA
aus: Zürich
Fotonachweis:
Hannes Henz Architekturfotograf Roger Frei Architekturfotografie
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