Hörsaalgebäude Ausbildung
Seminargebäude Fortbildung

Seit der Gründung des Bildungszentrums Königs Wusterhausen am 1. Juli 1991 wurden diverse Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin an diesem Standort zusammengeführt. Dadurch entstand der Bedarf einer städtebaulichen Neuordnung der Liegenschaft inclusive Um- und Neubauten.

Das Hörsaalgebäude Ausbildung ist das zentrale Gebäude auf der Liegenschaft. Außer den Einrichtungen für den Lehrbetrieb sind in dem Gebäude eine Bibliothek, ein Mehrzwecksaal und eine Druckerei untergebracht. Die verschiedenen Funktionsbereiche gruppieren sich um einen halboffenen Innenhof, der als „offenes Foyer“ den Mittelpunkt der Liegenschaft ausbildet.

Der ansteigende Hörsaal und die über dem Eingang schwebende Bibliothek leiten den Besucher von der Straße in den Innenhof. Es ist ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität, der von dem spannungsreichen Kontrast zwischen dem extensiven, waldähnlichen Außenraum und der intensiven Gestaltung des Innenhofes lebt.

Das Seminargebäude Fortbildung ist vom Haupteingang der Liegenschaft gesehen, der erste der drei Solitärbauten, die tangential dem Verlauf der Erschließungsstraße folgen. Der rechteckige Baukörper reagiert mittels Einschnitten auf die unterschiedlichen städtebaulichen und landschaftsräumlichen Situationen. Der erdgeschossige Einschnitt leitet die Fortbildungsteilnehmer – von dem Apartmentgebäude kommend – in das Gebäude hinein. Die beiden Einschnitte im Bereich des offenen Erschließungsbereiches geben den Blick in den Naturraum frei.

Das Gebäude ist kompakt und wirtschaftlich strukturiert. Im Bereich der öffentlichen Erschliessung besteht die Möglichkeit des interdisziplinären Austausches zwischen den Nutzern. Somit wird den einzelnen Gruppen der Fortbildungsteilnehmer Raum für gruppendynamische Entwicklungen während des Fortbildungszeitraumes gegeben.
Projekttitel: Aus- und Fortbildungszentrum
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Numrich Albrecht Klumpp Architekten
aus: Berlin
Fotonachweis:
Werner Huthmacher, Berlin
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