Der 180 m lange „Eiserne Steg“ in der Nibelungenstadt Plattling ist eine der wichtigsten Fußwegeverbindungen zwischen den beiden Stadtteilen nördlich und südlich der Gleisanlagen. Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes wurde er technisch, funktional und gestalterisch aufgewertet.
Im Bereich des Bahnhofsgebäudes wurde der bestehende sanierungsbedürftige Treppenabgang inkl. Nebengebäude entfernt und durch einen witterungsgeschützten Treppen- und Aufzugsturm parallel zum Steg ersetzt. Der Steg wird am Turm vorbei über den Bahnhofsplatz geführt um die Verbindung zur Altstadt zu inszenieren.
Das Gebäude ist als Stahlkonstruktion mit einer Fassade aus Edelstahlgewebe ausgeführt. Dieses „Kettenhemd“ kann wesentlich mehr als eine Verglasung:
Es erfüllt die Anforderungen an Wartungsfreundlichkeit und Vandalensicherheit besser, bietet die aus Sicherheitsgründen erforderliche Transparenz, Witterungs- und Sonnenschutz und gewährleistet auch noch die kontinuierliche Durchlüftung des Gebäudes.
Nördlich der Gleisanlage steht das städtebauliche Pendant als ungleicher Bruder senkrecht zum Steg wie ein Tor. Es verknüpft die angrenzende, neu geplante Park and Ride-Anlage und das Stadtgebiet entlang der Straubinger Straße mit dem „Eisernen Steg“.
Wichtiger Bestandteil der gestalterischen Aufwertung ist das Lichtkonzept. Das blaue LED-Band zieht sich als verbindendes Element über den Gleiskörper und trägt zu der zeichenhaften Fernwirkung der Gesamtanlage bei.
Projekttitel: Neugestaltung Bahnhofsumfeld Plattling
Architekt, Architektin, Architekturbüro:
Architekturbüro Bert Reiszky
aus: Deggendorf
Fotonachweis:
Fotos: Fotodesign Herbert Stolz Am Holzhof 12 93059 Regensburg
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